Originales Stück in gutem, leicht getragenem Zustand. Das ursprünglich nur für Oberfähnriche und Fähnriche vorgesehene braune Jackett wurde ab 1939 auch Offizieren, Portepeeunteroffizieren und Beamten offiziell erlaubt – in der Praxis jedoch bereits zuvor von ihnen getragen. Zunächst war es lediglich für den Innendienst und den Geschäftszimmerdienst zugelassen. Schnitt und Ausführung entsprechen dem weißen Jackett mit Reverskragen. Das Jackett verfügt über aufgesetzte Brust- und Seitentaschen mit Quetschfalten. Die feldgrauen Ankerknöpfe sind fachgerecht mit Sprengringen befestigt. Zur Aufnahme des Metallbrustadlers sind auf der rechten Brustseite die typischen Zwirnschlaufen vorhanden. Für die Schulterstücke sind in den Ärmelnähten entsprechende Öffnungen zum Durchstecken vorgesehen – Schulterstücke sowie die beiden Befestigungsknöpfe fehlen jedoch. Unten rechts sind noch Klammern des ursprünglich angebrachten Papieretiketts erkennbar – ein authentisches Detail, das den fabrikfrischen Zustand noch zusätzlich unterstreicht.
Vergleichsliteratur: Schlicht/Angolia, Die deutsche Wehrmacht – Uniformierung und Ausrüstung, Band 2: Die Kriegsmarine, S. 214